Dr. Lorna und Hermann Heyge

(Foto: K. Zimmermann)

Das Leben des deutsch-amerikanischen Ehepaars zeichnet sich durch ein starkes musikalisches Interesse und ein tiefes Verständnis für die verbindende Kraft und die einfache Natürlichkeit von Musik aus. Dabei liegt ihnen insbesondere die umfassende Förderung und Unterstützung des selbsttätigen Musizierens am Herzen.

Hermann Heyge

Hermann Heyge wurde 1935 in Ilmenau geboren. Nach einigen Semestern an der TU Ilmenau erhielt er seinen Abschluss als Diplomingenieur 1960 in Stuttgart. Anschließend vertiefte er sein Wissen am renommierten Imperial College London (Magisterabschluss 1961). Seine berufliche Laufbahn führte ihn 1961 als Professional Engineer nach Kanada, ab 1990 war er als Ingenieur in den USA tätig.

Dr. Lorna Heyge

(Foto: Maik Schuck, Weimar)

Lorna Heyge wurde 1941 in Lyons/New York geboren. Sie interessierte sich bereits als Kind sehr stark für Musik. Nach der High School erwarb sie zunächst einen Bachelor of Music.

Dann führte sie ihr Weg für zwei Semester nach Deutschland. 1965 folgte der Master of Music. Anschließend erhielt sie ein DAADStipendium für weiterführende Studien an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln und bestand 1968 ihr Konzertexamen in Orgel, zwei Jahre später promovierte sie dort zur Dr. phil. in Musikwissenschaft.

Von 1968 bis 1971 war Dr. Lorna Heyge Professorin für Orgel und Musikgeschichte am Greensboro College (North Carolina). Anschließend ging sie wieder nach Deutschland und war in Bonn/Troisdorf als stellvertretende Leiterin der Jugendmusikschule tätig. Ihr Arbeitsschwerpunkt lag auf musikalischer Früh- erziehung. Sie war zudem an einem Forschungsprojekt des Verbandes deutscher Musikschulen e. V. beteiligt, welches das Fundament für die Anfänge der musikalischen Früherziehung in Deutschland legte, und wurde in diesem Kontext mit der Übertragung des Programms ins Englische beauftragt.

1978 heirateten Lorna und Hermann Heyge; Lorna Heyge zog nach Kanada. Ihre Fahrrad-Urlaube verbrachten Heyges regelmäßig in Europa und so waren sie auch häufig in der BRD und in der DDR zu Gast. Ab 1978 folgten zudem prägende Jahre am Toronto Montessori Institute. Hier entwickelte Lorna Heyge ein Musikprogramm für Kinder, bei dem erstmals die Bereiche Musikpädagogik und Entwicklungspsychologie miteinander tiefgreifender kombiniert wurden. Mit Kindermusik gründete sie ihre erste eigene Unternehmung.

1990 zogen die Heyges nach Greensboro (USA). 1992 rief Lorna Heyge den Musikgarten® ins Leben, der sich zunächst in Deutschland später auch international (Afrika, Asien, Europa, Nordamerika, Mexiko) einer großen Beliebtheit erfreut. Motiviert von ihrer Arbeit in den afroamerikanischen Slums gründete sie die Foundation for Music-Based Learning und gab die Zeitschrift Early Childhood Connections heraus.

Das Kunstfest führte Lorna und Herrmann Heyge 2007 erstmals wieder nach Weimar. Beeindruckt von den vielfältigen Angeboten und Möglichkeiten reifte in Beiden schließlich der Entschluss, ihren Lebensabend hier zu verbringen.

Sie gründeten die  Heyge-Stiftung am 26. November 2013.