Ablauf des WMP

Der Einstieg in das Weimarer Mentoring-Programm ist im Herbst jeden Jahres möglich.

Auftaktveranstaltung

Jeder Programm-Zyklus startet mit einer mehrtätigen Auftaktveranstaltung in Weimar. Die Veranstaltung richtet sich an Einrichtungsleitungen, Programmverantwortliche und Mentoren und wird von Frau Dr. Lorna Heyge und Herrn Christoph Witte (Referent Weimarer Mentoring-Programm) durchgeführt.

Ziel des Seminars ist eine Einführung in die praktischen Inhalte des Programms sowie die Planung der konkreten Abläufe in den Einrichtungen – ein Vertrautmachen mit dem Geist und der Seele des Programms am Entstehungsort des Weimarer Mentoring-Programms.

Teamorientierung

Bereits im Vorfeld der Auftaktveranstaltung vereinbaren Einrichtungsleitung und Mentor einen Termin für die Teamorientierung in der Einrichtung. Während dieser ca. zweistündigen Veranstaltung sollen sich das Einrichtungsteam und der Mentor besser kennenlernen, bereits Aktivtäten ausprobieren und den Ablauf planen.

Praxisphase (8 Monate Mentoring)

Während der Praxisphase wird jede pädagogische Fachkraft mit ihrer Kindergruppe zwei Mal wöchentlich für 30 Minuten durch den Mentor besucht und absolviert die Inhalte des Programms. Die Gruppengröße richtet sich dabei nach dem Alter und der in der Einrichtung üblichen Struktur. Der Mentor führt die Aktivitäten vor, bindet dabei aber frühzeitig die pädagogische Fachkraft mit ein und unterstützt diese bei der selbständigen Durchführung einzelner Aktivitäten. Im Fokus stehen hierbei Struktur, Einfachheit und – wesentlich – Wiederholung. Ziel ist es hierbei, eine gemeinsame Grundlage von Aktivitäten, Liedern und Tänzen zu erarbeiten und diese dann bereits eigenständig mit in den Tagesablauf einfließen zu lassen. Am Ende der 8 Monate soll es für die pädagogischen Fachkräfte ganz selbstverständlich zum Alltag gehören, die Aktivitäten des WMP mit Selbstvertrauen und der notwendigen Routine durchzuführen.

Begleitphase (8 Monate)

An die Praxisphase schließt sich eine ebenfalls acht Monate dauernde Begleitungsphase an. Hierbei führen die Fachkräfte das WMP weiterhin zweimal wöchentlich für ca. 20–30 Minuten selbstständig durch, die Reflexion dieser Arbeit erfolgt in Teamweiterbildungen. Im zweiten Jahr wird die pädagogische Arbeit durch weitere didaktische Materialien unterstützt, welche immer wieder zu Aktivitäten ermuntern und neue Beteiligungsmöglichkeiten anbieten. Ziel der Heyge-Stiftung ist es, das WMP nachhaltig im Gewebe sowie der gelebten pädagogischen Arbeit der Einrichtung zu verankern.

Team-Weiterbildungen

Während der Praxisphase finden insgesamt 16 Zeitstunden Weiterbildung zu den Inhalten des Programms statt. in der Begleitphase sind acht stunden Team-Reflexionen vorgesehen. Die genauen Termine hierfür werden individuell zwischen Einrichtung und Mentor vereinbart.

Zertifikate

Alle pädagogischen Fachkräfte, welche sich aktiv und regelmäßig an der insgesamt 16-monatigen Programmphase beteiligt haben, können sich durch den jeweiligen Mentor abschließend zertifizieren lassen und erhalten eine Urkunde über die Ausbildungsinhalte. Die Übergabe der Zertifikate durch den Mentor an die pädagogischen Fachkräfte erfolgt im Rahmen einer kleinen „Feierstunde“.

Jede Einrichtung erhält zum Programmstart eine Hinweistafel, welche die Teilnahme am Weimarer Mentoring-Programm auch nach außen hin deutlich macht.

Online-Konferenzen

Während der Praxisphase finden für die Einrichtungsleitungen und Mentoren jeweils drei separate Online-Konferenzen mit Frau Dr. Heyge und Herrn Witte statt.

Projektbegleitung

Das Weimarer Mentoring-Programm wird von Weimar aus intensiv begleitet und unterstützt. Frau Dr. Lorna Heyge steht persönlich für Nachfragen zur Verfügung, darüber hinaus stehen wir ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

Arbeitsmaterial

Grundlage des Weimarer Mentoring-Programms ist das „Praxishandbuch für pädagogische Fachkräfte“. In diesem Handbuch finden sich sämtliche Aktivitäten, Texte und Anregungen sowie eine CD mit allen Liedern. Alle teilnehmenden pädagogischen Fachkräfte erhalten ihr persönliches Handbuch. Als Aktivitäten werden die einzelnen Bausteine des Programms bezeichnet, also Lieder, Tänze und Bewegungsgeschichten. Die Aktivtäten können je nach Anforderung individuell kombiniert, variiert und modelliert werden. Nach Abschluss des Mentoring können die pädagogischen Fachkräfte die Aktivitäten mit Leichtigkeit im Gruppenalltag zum Einsatz bringen. Neben den Praxishandbüchern erhält die Einrichtung Instrumente für jedes Kind, im einzelnen sind dies Klanghölzer, Tücher und Glöckchen (nicht Krippe).